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Druck & Co.

Druck Verfahren

Spezielle Verfahren


 

Druck

Unter dem Begriff Drucktechnik werden alle Verfahren zur Vervielfältigung von Druckvorlagen zusammengefasst, wie Buchdruck, Offsetdruck, Tiefdruck, Flexodruck und Siebdruck. Bei diesen Drucktechniken werden unterschiedliche Verfahren angewandt, um Druckfarben auf einen Bedruckstoff zu übertragen.
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Druckverfahren

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Druckverfahren

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Druckerergebnis

Druckergebnisse © heidelberg.de  

Buchdruck / Hochdruck

Beim Hochdruck sind die zu druckenden Stellen erhaben. Der Aufdruck ergibt sich also aufgrund der erhöhten Druckfläche. Die bekannten Hochdruckverfahren sind der Buchdruck und der Flexodruck.

Beim Hochdruck handelt es sich um das älteste Druckverfahren und wird heute auch oft als Letterpress bezeichnet. Dieses Druckverfahren benötigt eine Druckform, die aus druckenden und nichtdruckenden Teilen besteht.

Buch-, Hochdruck

© geo.de
Vom Erfinder des Buchdrucks ist kaum mehr bekannt als der Name: Bi Sheng. Ein Chinese, der um das Jahr 1041 den Druck mit beweglichen Lettern ersinnt – Jahrhunderte, bevor in Mainz im 1450 ein Mann namens Johannes Gensfleisch (genannt Gutenberg) die europäische Kultur mit der gleichen Idee in die Neuzeit führt.

Während im mittelalterlichen Europa nur Eliten lesen und schreiben können, blicken Chinesen da bereits auf eine lange literarische Tradition zurück. Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christus vervielfältigen sie Schriften mit einer aufwendigen Holzschnitt-Technik: Für jede Seite fertigen sie eine Vorlage, wie beim Drucken von Bildern.

Bi Sheng - Chin. Drucker

Bi Sheng - der Chin. Erfinder © geo.de Bi Shengs Verfahren ist einfacher: Mit seinen Zeichenstempeln aus Steingut lässt sich jeder beliebige Text zusammensetzen. Im 13. Jahrhundert stellen Drucker widerstandsfähigere Lettern aus Metall her. Dennoch vermag sich dieses Prinzip gegen die etablierte Holzschnittmethode nie vollends durchzusetzen.

Ganz sicher ist: Ohne Gutenberg waren die Revolutionen späterer Jahrhunderte kaum denkbar. Bi Sheng aber, der eigentliche Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, steht bis heute in seinem Schatten.

Der Grund dafür liegt in der chinesischen Wortschrift: Denn anders als die Alphabete der Christen, Juden oder Muslime, die nur wenige Dutzend Zeichen benötigen, um daraus Tausende von Wörtern zu bilden, bedarf in China jedes Wort eines eigenen Symbols. Um das Jahr 1000 existieren schon mehr als 20 000 Zeichen – für den Buchdruck sind derart viele Lettern aber denkbar ungeeignet. Im 14. Jahrhundert erfahren Europäer von den Holzschnittdrucken der Chinesen; in Italien und den Niederlanden tüfteln Handwerker an ähnlichen Druckverfahren.

Doch erst Johannes Gutenberg gelingt um 1450 der Durchbruch: Aus einer Metalllegierung gießt er bewegliche Lettern, mit denen er Papier in einer hölzernen Presse bedruckt.
© geo.de (Geo Kompakt Nr. 18 - 03/90 - Die 100 wichtigsten Erfindungen)

Gutenberg

© geo.de / Gussform und Letter wurden mit einer Mischung aus geschmolzenen Blei, Zinn und Antimon hergestellt.

   

Durchdruck

Das bekannteste Durchdruckverfahren ist der Siebdruck oder die Serigrafie, bei der die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, dem Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedrückt wird. Oder haben Sie im Kindergarten mal mit einer Zahnbürste Tuschfarbe durch ein Sieb gerieben? Dann haben Sie das Prinzip des Durchdruckverfahrens bereits ausprobiert ...

Mechanik Beim Durchdruck wird die Farbe durch ein aufgespanntes Sieb oder ein Textilgewebe auf das zu bedruckende Objekt gedrückt. Dabei werden bestimmte Flächen auf dieser Schablone abgedeckt, so dass keine Farbe durchdringt. Für die verschiedenen Farben des Motivs werden entsprechend unterschiedlich behandelte Schablonen benötigt. Der Farbauftrag variiert je nach Feinheit und Gewebestruktur.

Einsatzbereiche Neben dem Einsatz in der Schule und im Kunstbereich wird der Siebdruck – die häufigste Form des Durchdrucks – gern für den Textildruck und für unterschiedliche Werbematerialien verwendet. So zählt man z. B. bei Fahnen, Großplakaten oder Aufklebern häufig auf die plakative, farbintensive Wirkung der Siebdruckprodukte.

Via Durchdrucktechnik können alle möglichen Formen bedruckt werden, die für andere Druckverfahren nicht geeignet sind – z. B. auch Flaschen oder Geschirr. Den starken, intensiven Farben, die dieses Druckverfahren ermöglicht, stehen allerdings Kosten gegenüber, die sich für hohe Auflagen schnell summieren. Daher setzt man das Siebdruckverfahren vor allem bei kleinen bis mittleren Auflagen und besonders hochwertigen Projekten ein.© prindo.ch  

Flachdruck

Flach-, Offsetdruck

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Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren, das im Bücher-, Zeitungs-, Akzidenz- und Verpackungsdruck weit verbreitet ist. Indirektes Druckverfahren bedeutet, dass nicht direkt von der Druckplatte auf Papier gedruckt wird, sondern die Farbe erst über eine weitere Walze, den Gummituchzylinder, übertragen wird.

 

Tiefdruck

Der Tiefdruck hat eine lange Tradition: Viele der bekanntesten Werke alter Meister waren Kupferstiche und damit im 19. Jahrhundert die ersten Vorboten des Tiefdruckverfahrens. Noch heute hat der Tiefdruck seinen festen Platz in der Kunstszene.

Mechanik Der Tiefdruck ist ein direktes Druckverfahren. Im Gegensatz zum Hochdruck werden nicht die hochstehenden, sondern die tiefer liegenden Partien gedruckt: Durch Gravur, Laser oder Ätzen entstehen sogenannte „Näpfchen“, die mit Farbe gefüllt werden. Die nicht vertiefte Fläche wird mithilfe eines „Rakels“ von überschüssiger Farbe befreit, bis sich nur noch in den vertieften Bereichen Farbe sammelt. Die wird schließlich unter hohem Pressdruck auf das Papier bzw. Druckobjekt übertragen.

Einsatzbereiche Aufgrund der aufwändigen Druckplattenerstellung wird diese Technik heute vor allem bei Druckerzeugnissen angewendet, die in hoher Auflage produziert werden – zum Beispiel Kataloge und Zeitschriften, aber auch Tragetaschen und Folien. Auch Banknoten und viele unserer Briefmarken werden im Tiefdruckverfahren hergestellt.

Viele Tiefdruck-Erzeugnisse bestechen durch satten Farbauftrag und hohe Druckqualität. Die für die Ätzverfahren typischen ausgefransten Ränder („Sägezahneffekt“) werden bei Kunstdrucken häufig sogar bewusst eingesetzt. Im Bereich der Alltagsdruckerzeugnisse wird der Tiefdruck allerdings zunehmend vom günstigeren und flexibleren Offsetdruck überholt.
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Spezielle Druckverfahren

 

Digitaldruck

Zuhause selbst Dokumente auszudrucken ist heute selbstverständlich. Dabei entstand der Digitaldruck, der uns das ermöglicht, erst in den 90-er Jahren, zusammen mit den ersten Druckern! Seitdem befindet sich dieses Druckverfahren auf dem Siegeszug – und entwickelt sich unaufhörlich weiter.

Mechanik Genaugenommen ist beim Digitaldruck nur die Druckvorlage selbst digital. Im Gegensatz zu allen anderen Druckverfahren braucht man hier nämlich keinen festen Druckkörper mehr (Non Impact Printing). Das Druckverfahren selbst ist ein mechanisches: Zu den gängigen Methoden gehören der Tintenstrahldruck (Inkjet), bei dem winzige farbige Tintentropfen auf das Papier gesprüht werden, und der Laserdruck, der nach dem Prinzip der Elektrofotografie arbeitet. Dabei wird eine Kopie aus elektrischen Ladungen erzeugt und loser Farbtoner auf ausgesuchte Flächen verteilt.

Einsatzbereich Der Digitaldruck ist für jeden zugänglich, der einen Farblaserdrucker oder Tintenstrahldrucker besitzt: Private Anwender, Büros und Großunternehmen drucken per Digitaldruck alles von personalisierten Einladungen und Hochglanzfotos bis hin zu großformatigen Broschüren.

Mit speziellen Großformatdruckern erobert der Digitaldruck mittlerweile auch die Industrie: So stellte zum Beispiel HP mit den sogenannten HP PageWide Druckern Drucksysteme und Rollendruckmaschinen vor, die mit einem feststehenden Druckkopf arbeiten und damit ganz neue und deutlich kostengünstigere Großformatdrucke in Monochrom und Farbe ermöglichen.

Besonders reizvoll ist der Digitaldruck, wenn es um kleine Mengen und personalisierte Druckobjekte geht: Während sich andere Druckverfahren häufig erst bei großen Auflagen lohnen, muss für den Digitaldruck fast nichts vorbereitet werden – so wirtschaftlich ist kaum ein anderes Druckverfahren! Bei Sonderformaten kommt der Digitaldruck hingegen noch schnell an seine Grenzen.

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Film ab →   Digital / © giffits.de (1.53 Min.) sehr gut erklärt

 
  • Stempeldruck

  • Stempeldruck bezeichnet Verfahren, bei denen eine erhabene Druckform auf den Druckstoff aufgedrückt wird. Anders als beim Hochdruck wird die Druckform auf den Druckstoff aufgedrückt und nicht umgekehrt.

    Stempeln ist kein industrielles Druckverfahren, sondern wird für Stempel (Holzstempel, Selbstfärbestempel, Paginierstempel) eingesetzt. Industriell wird mittels zugeschalteter Paginierstempel eine Nummerierung von Druckwerken (z. B. von Eintrittskarten) durchgeführt.

    Die Ursprünge des Stempelns liegen im bronzezeitlichen Mesopotamien. Dort wurden Siegel verwendet, um Tontafeln zu unterzeichnen oder um sich als Eigentümer von Waren auszuweisen. In Kreta wurde 1908 der Diskos von Phaistos ausgegraben. Dieser enthält mit einem Alter von ca. 3700 Jahren den ältesten Text, der mittels Stempeln für einzelne Schriftzeichen geschrieben wurde.

    Material: Hartgummi, Metall, Kartoffeln, Pappe oder Linoleum.

     
  • Blinddruck, -prägung

  • Blindprägung, Blindpressung oder auch Blinddruck nennt man in der Buchherstellung das Einprägen von Mustern, Motiven oder Schrift auf Leder- und Pergamenteinbände ohne Farbe oder Gold. Die Prägung ist eine Druckveredelungstechniken, denn bringt die Motive oder Bilder in die dritte Dimension.

    Der Blinddruck ist die älteste Technik der Einbandverzierung. Schon aus der Spätantike sind blindbedruckte koptische Einbände bekannt. Der Kodex II von Nag Hammadi zählt dabei zu den frühesten bekannten Exemplaren. In Europa trat der Blinddruck erstmals um 700 n. Chr. auf und blieb die bestimmende Art des Einbandschmuckes bis in die Renaissance. Im 19. Jahrhundert wurde die Technik noch einmal wiederbelebt. Heute wird der Blinddruck in der Regel nur noch für Liebhaber in Einzelfertigung hergestellt. Quelle: © wikipedia.org

    Blinddruck Nag Hammadi
    Bild: © biblicalarchaeology.org


    Die Motive lassen sich erhaben (Hochprägung), vertieft (Tiefprägung) oder in mehreren Stufen (Reliefprägung) prägen.
    Blindprägung
    Bild: © ruf-ag.ch

    Weitere Infos

    Hier noch einige Eckpunkte, welche im Zusammenhang mit der Blind, Reliefprägung oder Druck noch interessant sein könnten. Quelle: © typolexikon.de (informative Seite für alle Typografische Fragen)  

    Prägen beim Basteln

    Auch beim Basteln hat der Fortschritt nicht Halt gemacht, denn es gibt heute auch viele Hilfsmittel, welche das Prägen einfacher machen und tolle Ergebnisse erzielen.        

    Embossing

    Das Wort Embossing (englisch für Prägen) wird beim Basteln nicht wie gedacht verwendet, denn es wird nicht im üblichen Sinn geprägt, sondern es wird eine 'nasse' Schicht, via Stempel oder Handschrift auf ein Papier aufgetragen und anschliessend ein feiner Kunstharz-Partikel (Pulver) darauf verteilt.

    Mit Hilfe von Hitze wird das Pulzer zum Schelzen gebracht und es entsteht ein glänzender Stempel oder Schriftzug. Ich nehme an, das Wort Embossing wurde hier verwendet, da wie ursprünglich bei der Lederprägung, mit Hitze gearbeitet wird und das Endergebniss beinahe wie eine Hochdruckprägung aussieht.