- Geschichte & Info
- Techniken
- Drachen Grundform
- Blintz Grundorfm
- Vogel Faltung 1 & 2
- Berg- und Talfaltung
- Quetschfaltung
- Zickzackfaltung
- Gegenbruchfalte (Innen & außen)
- Hasenohrfaltung
- Blütenblattfaltung
- Knickfaltung
- Senkfaltung
- Wasserbombe Grundform
- Fisch Grundform
klassiches Origami - Geschichte & Info
Origami (jap. 折り紙, oru = falten / kami = Papier) ist die Kunst des Papierfaltens.
Bereits vor der Erfindung des Papiers (rund 100 v. Chr. in China) wurden Stoffe und andere Materialien gefaltet. Im Jahr 610 wurde das Papier durch chinesische buddhistische Mönche
nach Japan verbreitet, wo das Papierfalten in der Muromachi-Zeit (1333–1568) eine erste und in der Edo-Zeit (1603–1868) eine zweite Blüte erlebte. Da Papier zuerst recht teuer war,
dürfte es erst einmal zeremoniellen Faltungen vorbehalten gewesen sein, wie zum Beispiel für Noshi in der Muromachi-Zeit.
Unabhängig davon entwickelte sich die europäische Papierfaltkunst, welche sich von Ägypten und Mesopotamien aus nach Spanien (16. Jahrhundert) und später Westeuropa ausbreitete.
Lange Zeit kannte man im Origami nur eine kleine Anzahl traditioneller Modelle wie z. B. den Kranich (Japan) oder die Pajarita (Spanien).
Erst der Japaner Akira Yoshizawa (1911–2005), der die traditionellen Vorlagen durchbrach und innovative neue Modelle schuf, brachte eine große Wende. Er entwickelte ein System
aus einfachen systematischen Zeichnungen (Diagramme genannt), um Faltanleitungen zu erstellen, die weitergegeben und allgemein verstanden werden konnten.
Dieses System ist die Basis für das Yoshizawa-Randlett-System, die heute übliche Notation für Faltanleitungen. Innerhalb kurzer Zeit kam es zu einer Revolution des Origami,
die Modelle mit einer Komplexität hervorgebracht hat, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Eine große Rolle spielten dabei die „Bug-Wars“ (1960er Jahre), ein
freundschaftlicher Wettstreit zwischen mehreren Faltern (z. B. Robert J. Lang), der zum Ziel hatte, möglichst lebensechte Käfer und Insekten zu falten – mit allen nötigen Beinen,
Fühlern usw. aus einem quadratischen Blatt Papier, ohne Schnitte und ohne Klebstoff.
Moderne Origamimodelle sind mitunter hoch komplex und benötigen oft mehrere Stunden, um gefaltet zu werden. Andererseits bevorzugen viele Falter auch heute noch einfache
Strukturen und Formen. Manche Falter spezialisieren sich auch auf ganz bestimmte Modelle (z. B. Schachteln).
Nach einer japanischen Legende bekommt derjenige, der 1000 Origami-Kraniche (千羽鶴, Sembazuru) faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt. Seit dem Tode des Atombombenopfers Sadako Sasaki,
die mit dem Falten von Origami-Kranichen vergeblich gegen ihre durch die Strahlung verursachte Leukämie-Erkrankung ankämpfte, sind Origami-Kraniche auch ein Symbol der internationalen
Friedensbewegung und des Widerstandes gegen den Atomkrieg. © wikipedia.com
Techniken und Grundformen
Falttechniken, die sich im Origami häufig wiederholen sind:
Drachen-Grundform
Drachen-Grundform - © Fred the Oyster- Wikimedia.org
Blintz-Grundform
Blintz-Grundform - © Fred the Oyster- Wikimedia.org
Vogel Faltung
Vogel Faltung - © Heron2 - Wikimedia.org
Vogel Faltung 2
Vogel Faltung 2 - © Fred the Oyster- Wikimedia.org
Berg- und Talfaltung
Berg- und Talfaltung - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt) - Wikimedia.org
Quetschfaltung
Quetschfaltung - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Zickzackfaltung
Zickzackfaltung - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Gegenbruchfalte (innen)
Gegenbruchfalte (innen) - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Gegenbruchfalte (außen)
Gegenbruchfalte (außen) - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Hasenohrfaltung
Hasenohrfaltung - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Blütenfaltung
Blütenfaltung - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Knickfaltung
Knickfaltung - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Senkfaltung
Senkfaltung - © Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt)- Wikimedia.org
Wasserbombe-Grundform
Wasserbombe-Grundform - © Fred the Oyster- Wikimedia.org
Fisch Grundform
Fisch Grundform - © Heron2 - Wikimedia.org
verschiedene Falt Arten
Heute unterscheidet man im Origami mehrere verschiedene Richtungen, welche auch untereinander gemischt werden können.
Traditionelles / Klassisches Origami
ist ein Papier, meist quadratisch oder rund, und es wird
ohne Schnitte oder Klebstoff bearbeitet.
Lange Zeit kannte man im Origami nur eine kleine Anzahl traditioneller Modelle wie z. B. den Kranich (Japan) oder die Pajarita - Fliege (Spanien).
Klassisches Origami / der Kranich - Bild: © thebostoncalendar.com &
Pajarita - Bild: ©flickr - alaejano58
Moderne Origamimodelle sind mitunter hoch komplex und benötigen oft mehrere Stunden, um gefaltet zu werden. Es gibt sehr wenig Figuren (Star Wars, Dinosaurier, Harry Potter usw.), welche
nicht Opfer der Origami Technik wurden. Im YouTube kann man auch Million Figuren finden und direkt nachfalten.
Bascetta-Stern
Der italienische Mathematiker Paolo Bascetta entwickelte diesen Stern mit 20 Zacken, der ohne Schere und Klebstoff aus 30 gleich großen,
quadratischen Blättern Papier entsteht. Weil sich die einzelnen Schritte wiederholen, ist der Stern viel einfacher herzustellen, als es auf den ersten Blick vielleicht aussehen mag.
Durch die Verwendung verschiedener Papiere ergeben sich zahlreiche zauberhafte Variationsmöglichkeiten.
© mathematische-basteleien.de/bascetta_stern.htm
- Bild: © mathematische-basteleien.de/bascetta_stern.htm
Crumpling
Eine Faltmethode (spez. Papier), die durch den Franzosen Vincent Floderer bekannt wurde. Hier wird nicht exakt gefalten, sondern eher gezielt geknüllt und dann vorsichtig in Form
gebracht (manchmal mit Wasser).
- Bild: ©Vincent Floderer
Fleurogami
ist wie der Name sagt, die Kunst aus mehreren Papieren eine Blumen zu falten. Es kann also auch ein
Kusudamas sein, da immer die gleichen
Module verwendet werden. Es ist keine traditionelle Falttechnik, da Kleber verwendet wird.
- Bild: © creadoo.com
Handtuch-Origami
entstehen aus Handtücher, welche man schön als Dekoration auf Bett oder Toilletten-Tisch Ablage stellt. Selbstverständlich sind sie als
Geschenk auch jederzeit willkommen.
- Bild: © maketowelanimals.com
Iso Area
Das fertige Modell sieht von allen Seiten gleich aus.
- Bild: © origami-kids.com
Kinetic Origami
Es werden Falt-Spiralen erstellt, die sich nach Belieben drehen lassen.
- Bild: © Assia Brill (Buch: CURLICUE: Kinetic Origami)
Kirigami
Kirigami ist eine japanische Papier-Schneidekunst, die an Origami erinnert ("Kiru" = schneiden, "kami" = Papier). Hier wird gefaltet und zusätzlich
eingeschnitten. So entstehen schöne Pop-Up Karten, Dekorationen, Gebäude usw.
- Bild: © creadoo.com
Lacé / Lattice Folding
Lacé ist eine moderne Basteltechnik, die auf älteren Papierfalt-Techniken basiert. Die Technik stammt aus der Papierkunst (Origami/Kirigami), welche durch Schneiden und
Falten zu schönen Kreationen führt und später von Bastel-Firmen in Form von Stanzschablonen („Dies“) für jedermann umgesetzt wurde.
Lacé - Lattice Folding Karten - © negnuja.ch
Die Grundidee – Papier schneiden und falten, sodass ein gitterartiges („Lattice“) Muster entsteht – gehört zur Papierkunst Kirigami (Papier schneiden + falten).
Kirigami entwickelte sich aus der japanischen Papierfaltkunst Origami, die seit mehreren Jahrhunderten praktiziert wird. Moderne Karten-Techniken mit gefalteten
Gittern (Lattice Fold) sind daher eine Bastel-Variante dieser Prinzipien.
Lacé - Lattice Folding Schablonen - © negnuja.ch
Die Metallschablonen besitzen unterschiedliche Linien und runde Schlitze, entlang derer das Papier eingeschnitten wird. Danach werden die entstandenen Elemente
umgeklappt, wodurch – besonders bei mehrfarbigem Papier – attraktive Gitter-Faltkarten entstehen.
Lacé - Lattice Folding Schablonen mit einem scharfen Messer einschneiden - © negnuja.ch
Lattice Folding Dies (Schneideschablonen)
In den letzten Jahren haben Bastelfirmen diese Technik weiterentwickelt und vereinfacht. Mithilfe sogenannter
Lattice Folding Dies (Schneidschablonen)
können die Muster heute mit einer speziellen Stanzmaschine (Stanze) präzise aus dem Papier ausgestanzt werden. Die einzelnen Elemente werden anschließend umgefaltet,
sodass ein dekoratives, geflochten wirkendes Gitter entsteht.
Lacé - Lattice Folding Dies, welche mit einer Maschine / Stanze verwendet werden - © Gemini Die
Hat man keine Schablonen
Die einfachste Methode diese Technik anzuwenden, besteht darin, ein zweifarbiges Papier zu falten. Entlang der gefalteten Kante markiert man in Abständen von 1 cm kleine
Punkte. Anschließend setzt man – etwa 2–3 cm von der Kante entfernt – ebenfalls in 1-cm-Abständen weitere Punkte. Danach verbindet man die Punkte diagonal, um 2 versetzt,
miteinander und schneidet mit der Schere entlang der Linie. Jetzt muss sie nur noch gefaltet und umgeklappt werden.
Lacé - Lattice Folding ohne Schablone - © negnuja.ch
Orimoto / Kirimoto
Orimoto und Kirimoto sind erfundene und EUweit, inkl. Schweiz geschützte MARKENNAMEN von Anja Schachtner und Dominik Meissner*. Bookorigami, Orimoto,
Kirimoto, Buchfaltkunst ist eine Handarbeit, bei der durch das Falten und Schneiden von Buchseiten in aufgeschlagenen Büchern kunstvolle Objekte
entstehen.
Orimoto (oben - nur Falten)- Kirimoto (unten - hier werden die Seiten eingeschnitten) -
Bild: © Anja Schachtner - orime.de
ab 1964
- Die erste bekannte Veröffentlichung ausschließlich zum Falten von Magazinen in 3D-Objekte stammt von Aleene Jackson.
- Sie war eine frühe Pionierin der Bastelszene: Sie veröffentlichte 1949 ihr erstes Bastelset und moderierte ab 1951 eine eigene Bastel-TV-Show.
1999
- Dominik Meißner* beginnt experimentell mit Buchfalten.
- Erste Versuche, Motive allein durch das Falten von Buchseiten zu erzeugen.
ab 2000
- Weiterentwicklung von Falttechniken, erstmals auch mit Musterberechnungen.
- Erste Konzepte für ein Programm, das exakte Falt- und Schnittmuster erzeugen kann.
- Anja Schachtner ist — gemeinsam mit Dominik Meißner — Erfinderin der Kunst Begriffe Orimoto und Kirimoto
- Software Orimoto veröffentlich, einige Gratis Vorlagen
- Die Kunstbegriffe wurden 2009 kreiert und 2013 als IR-Marken angemeldet. Die Begriffe lehnen sich an die asiatischen Begriffe Origami und
Kirigami an.
*Dominik Meißner, 1966 in Berlin geboren, ist Diplom-Informatiker und Origami-Künstler. Er begann schon mit zehn Jahren Papier zu falten
und entwickelt seine Origami-Objekte heute professionell selbst. Neben seiner Arbeit als Web-Entwickler widmet er sich täglich mehrere Stunden
der Papierkunst. Er lebt mit seiner Familie im Saarland. Weitere Informationen finden sich auf seiner Seite orime.de.
Orimoto „ori“ (falten) und „moto“ (Buch) ==> Orimoto ist die Kunst Schriftzüge, Logos, Namen oder Objekte in die Sichtkante eines Buches
zu falten. Mit Eselsohren werden die Seiten der Bücher in dreidimensionale Objekte gefaltet, zu absolut sehenswerten und immer bestaunten Resultaten.
Orimoto erkennt man gut an den schräg gefalteten Seiten. Da die Seiten ausschließlich gefaltet und nicht geschnitten werden, wirken die Motive
insgesamt weniger exakt als beim geschnitten-gefalteten Kirimoto.
Wenn pro Seite zwei Aussparungen benötigt werden, müssen die Seiten versetzt gefaltet werden – denn ohne Schneiden lassen sich nicht zwei getrennte
Aussparungen in derselben Seite erzeugen.
Orimoto - © negnuja.ch
Kirimoto - „kiri“ (schneiden), und „moto“ (Buch) ==> Book-Origami, aber hier werden die Seiten eingeschnitten. Kirimoto ist eine Buchkunsttechnik,
bei der durch gezieltes Schneiden und Falten präzise, klar erkennbare Motive im Buchschnitt entstehen.
Kirimoto - © Barbara Giobbi
Vorlage
Zuerst überlegt man sich genau, was man umsetzen möchte: einen Schriftzug oder ein Bild, nur mit Falten oder auch mit Schneiden. Natürlich kann
man dafür eine Vorlage von orime.de herunterladen – es gibt einige kostenlose Vorlagen, oder man kann als Kunde weitere Vorlagen und weiter
Techniken benutzen. Wenn man jedoch noch unsicher ist, ob einem die Technik wirklich gefällt, gibt es hier eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ausprobieren.
Excel Liste vorbereiten
- Öffne eine neue Excel-Datei. Passe unter Seitenlayout alle Seitenränder auf Benutzerdefiniert 0cm und aktiviere die Gitterlinien
- Nummeriere in der ersten Spalte (Spalte A) die ungeraden Seiten entsprechend der Seitenzahlen deines Beispielbuches (1, 3, 5 usw.). Wir brauchen
nur jede zweite Seitenzahl, da ein gefaltenes Blatt ja zwei Seiten hat.
- Passe die Spaltenbreite in Spalte B so an, dass sie der Höhe des Buches entspricht (z.B. 17,5cm = 175mm)
Word vorbereiten und übertragen
- Öffne eine Word-Datei und erstelle deinen Wunschtext oder ein gewünschtes Bild
- Wenn alles fertig ist, erstelle einen Screenshot und füge das Bild in die Excel-Datei ein
Excel Liste fertigstellen
- Drehe und ziehe das Bild in die Länge, so dass das Bild die ganze Excel Seite bis zur letzten Seite ausfüllt. Es wird nicht schön aussehen,
da die Buchstaben extrem verzogen sind. Mit einem Rechtsklick auf das Bild, kann unter 'Grafik formatieren' beim Landschaftsbild Icon -
die 'Bildtransparenz' verändert werden, damit die Gitterlinien sichtbar bleiben.
- Jetzt kann das Bild gedruckt werden. Sollte es in der Breite nicht gedruckt werden, beim Drucker bei der benutzerdefiniere Skalierung auf 55% einstellen.
Orimoto bzw. Kirimoto Vorlagen Ausdruck - © negnuja.ch
Die vorherige Erklärung gibt mir einen guten Überblick. Wer jedoch noch gar keine Vorstellung davon hat, worum es hier geht, kann sich in folgendem
Video eine mögliche Vorlage für ein Kirimoto-Objekt anschauen und den Entstehungsprozess mitverfolgen.
→
Anleitung: Ausdruck einer Vorlage - 5.13 Min. auf Deutsch von 'Das kannst du auch'
Ob jetzt nach Vorlage gefaltet oder eingeschnitten wird, es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass die Seitenzahl mit der Linie Zahl immer übereinstimmt.
Tipps
Beim
Orimoto werden die „Leerräume“ zwischen den Buchstaben überbrückt, indem die Seite halbiert oder einmal gefaltet werden. Je nach Rand und
Schrägung der angrenzenden Seite wird die Falzung entsprechend angepasst.
Leerräume entstehen durch halbierte Seiten - © negnuja.ch
Beim
Orimoto werden bei zwei oder drei „Löchern“ bzw. Ausschnitten die Seiten abwechselnd gefaltet. Bei drei Ausschnitten erfolgt die Faltung
stets versetzt der gleichen Reihe nach, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.
Orimoto - Versetztes Falten bei Löcher / Ausschnitten - im Hintergrund gut sichtbar
© negnuja.ch
Beim
Orimoto können auch dünnere Seiten verwendet werden. Damit man bei älteren Büchern mit sehr dünnen Seiten nicht jede einzelne
Seite falten muss, kann man problemlos 2–3 Seiten gleichzeitig nehmen. Bei der „Löcher“-Faltung hingegen sollte man die Seiten einzeln falten,
da das Ergebnis dadurch feiner und präziser wirkt.
Bei älteren Bücher sind die Seiten brüchiger, da sollte man nicht zu stark die Kanten falten, da ansonst die Kante bricht.
Bei
Kirimoto muss man sich überlegen, ob man eine zusätzliche Faltung am Buchstoss / Buchkante macht. Bei einem gebundenen Buch sieht es
nobler aus, dagegen sind die Deckseiten bei einem Taschenbuch zu dünn, so dass es etwas verloren aussieht.
Bei
Kirimoto kann einfach oder doppelt gefalten werden. Je nach Faltung können die Buchstaben gegen aussen oder nach innen geklappt werden.
Kirimoto - einfache Faltung - © negnuja.ch
Eine doppelte Faltung heisst, dass der ganze Rand zuerst gefalten wird und dann die einzelnen eingeschnittenen Stellen nocheinmal gefaltet wird.
Hier in der Detail Foto sieht man den Unterschied nicht so, aber wenn man dass ganze 'Danke' Buch bei Kirimoto anschaut, ist gut sichtbar, dass
die Buch Deckseiten nicht bündig mit den Seiten sind.
Kirimoto - doppelte Faltung - © Barbara Giobbi
Am Anfang fragt man sich vielleicht, warum man nicht auch schmalere Bücher verwenden kann. Natürlich ist das möglich, aber das Bild oder der
Schriftzug kommt dabei kaum zur Geltung. Je dicker das Buch, desto besser ist die Schrift lesbar.
Kirimoto - schmales Buch - © negnuja.ch
Wenn man zufällig ein Buch mit farbigem Buchschnitt verwendet, wirkt das Endergebnis etwas bunter und lebendiger – allerdings auch weniger elegant
oder edel. Am besten probiert man einfach aus, was einem besser gefällt. Farbige Buchschnitte findet man besonders häufig bei englischen Liebesromanen –
also lohnt sich in der Brockenstube ein Blick in ein anderes Regal immer.
Kusudamas
Kusudamas (jap. kusuri - Medizin / tama - Ball), das sind heute runde Werkstücke (Sternen, Blumen usw.), welche man verschenkt und aufhängt. Diese sollen die
bösen Geister aufhalten und dafür Glück & Gesundheit bringen. Es wird mit mehreren Quadrat-Modulen gearbeitet, welche ineinander gesteckt, evtl. auch geklebt werden.
Sie sind ca. 5 - 10 cm Gross.
- Bild: © paperunlimited.wordpress.com
Paper-Ball
«Paper Balls» – das sind dreidimensionale Deko Elemente aus Papier. Ob das jetzt ein 'zusammengedrücktes' Zeitungspapier ist oder ein Papier Ball aus
Papierstreifen, ein Ball aus runden Papierkreisen, es entstehen auf jeden Fall hübsche Kugel, welche mit Perlen oder Papierblüten verziert werden können. Damit wird die Wohnung,
das Weihnachtsfest, die Tischdekoration usw. neu gestaltet. Mit Origami hat es nur noch sehr entfernt zu tun, da nur das Grundmaterial 'Papier' gleich ist. Es wird geschnitten, geklebt,
auf Holz gesteckt oder auf Perlfaden gefädelt, der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
- Bild: negnuja.ch
Tangrami / Modulares Origami
Tangrami ist eine genial einfache Falt- und Stecktechnik, die sich am Origami orientiert und an das Tangram-Legespiel erinnert.
Aus Papierquadraten werden dreieckige Module gefaltet. Je nachdem, wie man diese zusammensteckt, entstehen schöne Werkstücke von Tieren, Pflanzen, Sterne .... ist alles möglich.
- Bild: © kreatipp.de
Tessellations
Tessellation (engl. Mosaik) sind flache Faltbilder mit sich wiederholenden Mustern.
- Bild: © Joel Cooper
Wet-Folding
Das Falten von leicht angefeuchtetem Papier, um Modelle besser ausformen zu können. Die fertigen (getrockneten) Modelle sind sehr stabil und wirken sehr naturgetreu.
Bild: © Kamiya Ryo Bild: © Eamon McCandless
Creagami (Origami Puzzle Set )
© CreativaMente, Vertrieb auch durch Piatnik.com
Mit den Creagami Kreativset von CreativaMente können ganz leicht Origami-Modelle in 3D-Optik hergestellt werden. Zuerst werden die vorgefalzten Stanzteile gefaltet,
bevor die einzelnen Origami-Module ganz ohne Klebstoff zu massiven Modellen zusammengesteckt werden.
Die Sets sind ab 7 Jahren und fördern die Konzentration ihres
Kindes.
Es gibt verschiedene Tier Sets, aber es können auch 'Ersatzteil' Packungen gekauft werden, so dass man seine eigenen Ideen umsetzen kann.
Origami Beispiele
Mit den einfachen Falttechniken kann man sehr schnell schwierigere Origami nach Vorlagen falten. Hier einige Beispiele. Wie immer stimmt auch hier das Motto,
Übung macht den Meister - viel Spaß.
Origami Fisch Falten

immer von links nach rechts lesen
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Quadratisches Papier, egal welche Grösse in der Mitte falten & wieder öffnen |
Das Blatt noch einmal von beiden Seiten zur Mitte falten |
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| Beide Ecken Diagonal falten | so sollte es geöffnet aussehen |
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Links & Rechts einschlagen und von der Seite in der Mitte anfalten (zur Kennzeichnung) | Eine Seite zur Mitte falten |
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Beide Ecken nach außen ziehen, dabei das Blatt in der Mitte fest halten. | Ecken fest falten, sodass ein Dach entsteht |
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| Auf der anderen Seite das selbe falten | Vorderseite Ansicht |
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| Hinterseite Ansicht | wieder zur Vorderseite * obere rechte Ecken öffnen & gerade herunter falten. > das gibt den Kopf |
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untere rechte Ecke nehmen und nach unten falten > die 2. Flosse | unterer linke Ecken auf eineSeite halbieren, dann direkt noch einmal auf die
andere Seite halbieren > das gibt die Schwanzflosse |
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Umdrehen & jetzt mit Buntstift oder Wackelauge das Fischauge aufmalen/-kleben |
© negnuja.ch
Origami 5-Zacken Stern aus einem Quadrat
Dieser 5-zackige Stern kann man mit jedem Quadratischen Papier falten. Je kleiner das Papier, umso schwerer ist es einen schönen Stern herzustellen. Es braucht 5 Element,
für jede Zacke ein quadratisches Element.
Origami 5-Zacken Stern - © negnuja.ch
so werden die einzelne Elemente zusammen gesetzt
Origami 5-Zacken Stern - © negnuja.ch
Origami 5-Zacken Stern - © negnuja.ch
Beim letzten Elementen muss das erste Element, mit Nummer 1 gekennzeichnet,
vor das letzte Element, Nr. 2 gelegt werden. Jetzt kann das letzte Elemente
auf beiden Seiten gefalten werden und schon ist der Stern fertig.
Origami 9-Zacken Stern aus einem Quadrat
Der 9-zackige Stern ist etwas einfacher als der 5-zackige Stern herzustellen, da es mehr Elemente hat und somit alles etwas grösser ist.
Origami 9-Zacken Stern - © Birgit Ebbert www.PapierZen.de 2017